Autozug LeShuttle
Mit dem Wohnmobil durch den Eurotunnel
Flachwagen statt Doppelstock: 35 Minuten Fahrt, du bleibst mit deinem Fahrzeug zusammen.
- Fahrzeuge über 1,85 m Höhe fahren auf Flachwagen ohne Rampen
- Maximale Gesamtlänge inklusive Anhänger 18 m, Spur „Large“
- Eingebauter Gastank bis 47 kg, unter 80 Prozent gefüllt, Geräte ausgeschaltet
- Ein Ticket für Fahrzeug und bis zu 9 Personen
- 35 Minuten Fahrzeit im Tunnel
- Kein Gepäcklimit im Fahrzeug

Die vier Pflichtangaben
Was der Betreiber vom Wohnmobil wissen muss
Alle vier Punkte entscheiden darüber, auf welchen Waggon du kommst und was die Überfahrt kostet. Sie gehören in die Buchung, nicht an den Check-in-Schalter.
Höhe
Länge
Gas
Buchung
Ratgeber
Wohnmobil und Autozug im Detail
Inhaltsverzeichnis
Für Wohnmobile ist der Autozug die unkomplizierteste Querung des Ärmelkanals: Du bleibst bei deinem Fahrzeug, musst nichts abkuppeln, nichts sichern und nichts auf einem Schiffsdeck zurücklassen. Die 35 Minuten verbringst du im Fahrzeug oder daneben im Waggon. Anders als beim Pkw hängen aber Waggontyp, Buchung und Preis an drei Zahlen, die du vor der Buchung kennen musst: Höhe, Gesamtlänge und Gasvorrat.
Warum das Wohnmobil auf den Flachwagen kommt
Die Doppelstockwagen des Zuges nehmen Fahrzeuge bis 1,85 m Höhe auf. Alles darüber fährt auf den Flachwagen, die die doppelte Höhe haben, eine breitere Auffahrt und keine Rampen; damit sind auch Fahrzeuge mit geringer Bodenfreiheit und langem Radstand gut bedient. Die maximale Gesamtlänge liegt bei 18 m, inklusive Anhänger. In der Praxis erkennst du deine Spur an der Buchungsbestätigung: Dort steht „Large“ statt „Medium & Small“, und am Terminal folgst du entsprechend der Beschilderung.
Gas an Bord
Ein fest eingebauter Flüssiggastank für Kochen, Kühlen und Heizen ist erlaubt, solange sein Fassungsvermögen 47 kg nicht überschreitet und er zum Zeitpunkt der Reise unter 80 Prozent gefüllt ist. Alle Geräte müssen vor dem Einsteigen ausgeschaltet werden und ausgeschaltet bleiben. Einen Nachweis über die Anlage solltest du vor Reiseantritt bereithalten; für lose Gasflaschen gelten eigene Beförderungsbedingungen des Betreibers.
Streng ist die Regel beim Antrieb: Fahrzeuge, die ganz oder teilweise mit LPG oder einem anderen brennbaren Gas fahren, werden nicht befördert, auch dann nicht, wenn bei der Buchung ein anderer Kraftstoff angegeben wurde. Benzin, Diesel, Hybrid und Elektro sind dagegen unproblematisch. Auch der Reservekanister ist begrenzt: drei Kunststoffkanister zu je 10 l oder ein Metallkanister mit 20 l, insgesamt höchstens 30 l.
Maße, Zubehör und der Preis
Der Preis entsteht nicht aus einer Fahrzeugklasse, sondern aus dem Platzbedarf. Länge, Höhe, Breite, Bodenfreiheit und Anbauten wie Fahrradträger, Dachbox oder Anhänger fließen ein. Deshalb gibst du Modell und Maße bei der Buchung an; nachtragen kannst du Zubehör bis vor der Reise. Wer die Angaben zu knapp bemisst, riskiert am Check-in eine Korrektur und im schlechteren Fall eine spätere Abfahrt. Welche Tarife es gibt und wie sich Umbuchung und Storno unterscheiden, steht auf der Seite Tickets und Preise.
Ablauf am Terminal
Am Terminal solltest du spätestens eine Stunde vor der gebuchten Abfahrt eintreffen, frühestens zwei Stunden. Die Passdaten aller Mitreisenden trägst du spätestens 24 Stunden vorher online ein. Nach dem Check-in am Automaten bekommst du einen Anhänger für den Rückspiegel mit dem Buchstaben deiner Abfahrt, danach folgen Terminalgebäude und die Grenzkontrolle beider Staaten. Das Boarding beginnt 25 Minuten vor der Abfahrt. Der Rest ist Rangieren in Zeitlupe: langsam auf den Waggon, Handbremse, Gang oder Parkstellung, dann 35 Minuten warten. Die Wege am Terminal beschreiben die Seiten Terminal Calais und Terminal Folkestone.
Die ersten Kilometer in Großbritannien
Nach der Ankunft fährst du ohne weitere Kontrolle direkt auf die M20. Stell vor der Abreise die Außenspiegel um und passe die Scheinwerfer an; im Linksverkehr ist ein langes Fahrzeug in den ersten Kreisverkehren die eigentliche Umstellung. Es gelten 60 mph, also 96 km/h, außerorts und 70 mph, also 112 km/h, auf der Autobahn. Wer bis nach London fährt, prüft vorher die ULEZ, eine tägliche Gebühr für nicht konforme Fahrzeuge; die Strecke behandelt die Seite Mit dem Auto nach London. Für Papiere, Reisepass und ETA gilt die Seite Einreise und Zoll, und wer statt des Kastens ein Gespann fährt, findet die Details unter Wohnwagen.
FAQ
Fragen zur Fahrt mit dem Wohnmobil
Muss der Gastank leer sein?+
Nein, aber er darf höchstens 47 kg fassen und nicht mehr als 80 Prozent gefüllt sein. Kühlschrank, Heizung und Kochstelle schaltest du vor dem Einsteigen aus und lässt sie während der Fahrt aus. Einen Nachweis über die Anlage hältst du bereit.
Was kostet die Überfahrt mit dem Wohnmobil?+
Der Preis richtet sich nach dem Platzbedarf auf dem Waggon, also nach Länge, Höhe, Breite und Zubehör. Die Tarifstruktur mit Aufenthaltsdauer, Umbuchung und Storno gilt wie für Pkw und steht auf der Seite Tickets und Preise.
Gilt die Längengrenze auch für einen Wohnwagen hinter dem Auto?+
Ja, die 18 m sind die Gesamtlänge des Gespanns. Was für Anhänger und Caravans sonst noch gilt, steht auf der Seite Wohnwagen.
Wird ein Wohnmobil mit Autogas-Antrieb befördert?+
Nein. Fahrzeuge, die ganz oder teilweise mit LPG oder einem anderen brennbaren Gas fahren, sind ausgeschlossen. Der eingebaute Haushaltsgastank für Küche und Heizung ist davon nicht betroffen und unter den genannten Bedingungen erlaubt.
Wie lange dauert die Überfahrt?+
Planmäßig 35 Minuten. Für die Gesamtplanung kommen Ankunft am Terminal, Grenzkontrolle und Boarden hinzu; die Rechnung steht auf der Seite Dauer.
Wohnmobil-Überfahrt buchen
Trag Länge, Höhe und Zubehör ein und prüfe Verfügbarkeit und Preis für Calais - Folkestone.